CII-Keynote auf der State of Security 2026: "Nicht hashtag KI oder Mensch, sondern KI mit Mensch."

Bereits heute setzen rund neun von zehn Unternehmen weltweit KI in ihrem operativen Alltag ein. Jedoch gelingt es dennoch nur den wenigsten Organisationen, das volle Potential dieser Systeme auszuschöpfen und sie nachhaltig in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren. Dabei reicht das Spektrum der Anwendung vom einfachen regelbasierten Automatisieren repetitiver Aufgaben bis hin zu selbstlernenden Systemen, die ganze Organisationsstrukturen neu definieren, während Quantencomputing als technologischer Multiplikator sowohl die Chancen als auch die Risiken dieser Entwicklung potenziert.
Die Gesprächsrunde zeigt auf, dass die Herausforderungen eine Vielzahl unterschiedlicher Aspekte betreffen: fehlendes Fachpersonal, mangelnde Datenqualität, zu hohe Implementierungskosten und vor allem das ungelöste Problem der Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen, das weit über technische Fragen hinausgeht und unmittelbar in den Bereich von Ethik, Datenschutz und Cybersicherheit reicht. Unternehmen, die diese Dimensionen nicht von Anfang an mitdenken, riskieren nicht nur Fehlinvestitionen, sondern auch regulatorische und reputative Konsequenzen.
"Der vielleicht wichtigste Gedanke aller technischen Fragestellungen zum Trotz ist dabei aber nach wie vor konzeptioneller Natur.", so Prof. Dr. Kipker. "KI ersetzt menschliches Urteilsvermögen nicht, sondern verlagert es auf eine andere Ebene, nämlich auf die Fähigkeit, Algorithmen zu steuern, zu hinterfragen und im entscheidenden Moment zu überstimmen, soweit nötig. Wer Mensch und Maschine daher immer noch als Gegensatz begreift, hat das Potenzial wie auch die Risiken der Technologie nicht verstanden, denn die eigentliche Kompetenz der Zukunft liegt in der klugen Gestaltung ihrer Zusammenarbeit."
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