30. September 2026

CII bei der AXA XL Exklusiv in Köln

Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker, Gründer und wissenschaftlicher Direktor des CII, war bei der Veranstaltung "AXA XL Exklusiv" in Köln Teil der Paneldiskussion zur neuen Rolle Deutschlands und Europas. Im Gespräch mit Vertreter:innen aus Industrie und Technologie ordnete er ein, warum Sicherheit, Vertrauen und Technologie zusammengedacht werden müssen, um Souveränität in Industrie, Verteidigung und Digitalisierung zu erreichen.

CII-Gründer und wissenschaftlicher Direktor Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker hat am 30. September 2026 an einer Paneldiskussion im Rahmen der Veranstaltung "AXA XL Exklusiv" im KölnSKY teilgenommen. Unter dem Titel "Die neue Rolle Deutschlands und Europas unter besonderer Berücksichtigung der angestrebten Souveränität in Industrie, Verteidigung und Digitalisierung" ging es vor allem darum, wie Europa vor dem Hintergrund geopolitischer Abhängigkeiten, einer anhaltend hohen Cyberbedrohungslage und eines globalen Technologiewettlaufs handlungsfähig bleiben und wirtschaftlich wachsen kann.

Prof. Kipker verstand Souveränität dabei nicht als Autarkie, sondern als Handlungsfähigkeit: kooperativ, wo möglich – autonom, wo nötig. Er brachte vier zentrale Thesen ein. Zum einen, dass Deutschland und Europa ihre neue Rolle nur ausfüllen können, wenn Sicherheit, Vertrauen und Technologie zusammengedacht und Regeln nicht nur gesetzt, sondern schnell umgesetzt und als Marktvorteil genutzt werden. Wachstum muss zudem robust sein und sich nicht allein am BIP, sondern ebenso an Resilienz und Vertrauen messen lassen. Technologieführerschaft und ausreichende Kapitalverfügbarkeit wird es geben, wenn Anwendungen schneller skalieren und Kapital über Grenzen hinweg fließen kann. Und, zuletzt, sollte Europa Vertrauen zum Produkt machen: sichere, rechtskonforme und offene Technologie "made in Europe" und einen Binnenmarkt, der vollendet wird.

Auf dem Panel diskutierte Prof. Kipker gemeinsam mit Dr. Alexander Becker, Vorsitzender der Geschäftsführung der Georgsmarienhütte Holding GmbH und CEO der GMH Gruppe. Zum Abschluss warb er dafür, in Deutschland künftig keine neuen Regeln ohne Vollzugskonzept und keine Pilotprojekte ohne Skalierung mehr auf den Weg zu bringen, stattdessen Verwaltung und Beschaffung zu digitalisieren und den Staat zum Ankerkunden für europäische Technologie zu machen. Auf europäischer Ebene gelte es, den Binnenmarkt für Kapital, Daten und Digitales zu vollenden – ein Regelwerk, ein Markt, ein einheitliches Tempo.

Moderiert wurde das Panel von Corinna Egerer.

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