Zwanzig Jahre nach dem ersten IT-Gipfel: Wo Deutschland als Digitalstandort steht

Zwanzig Jahre nach dem ersten Nationalen IT-Gipfel 2006 in Potsdam fand der Digital-Gipfel der Bundesregierung am 2. und 3. November 2026 in den Wilhelm Hallen in Berlin statt. Damals war das Ziel, den "IKT-Standort Deutschland" an die Weltspitze zu bringen. CII-Strategiedirektor Dr. Michael Littger nahm für das CII teil, CII-Research Director Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker gab bei "phoenix vor Ort" seine Einschätzungen zum Gipfel ab. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass bis zu diesem Ziel noch ein weiter Weg ist:
- Platz 25 von 51 bei der technologischen Abhängigkeit (Digital Dependence Index 2026, CASSIS)
- Platz 60 von 139 bei der Umsetzung digitaler Innovationen (Global Innovation Index 2026, WIPO)
- Platz 22 von 27 im europäischen Vergleich bei der Digitalisierung der Verwaltung (Digital Economy and Society Index 2026, Bitkom)
Um den Rückstand aufzuholen, wurde auf dem Gipfel das Zielbild "KI-Nation Deutschland 2030" vorgestellt. Die Bundesregierung hat es mit 18 Aktionsfeldern unterlegt. Ob das die erhoffte neue Chance für den Standort ist, wird sich an der Umsetzung zeigen.
Klar wurde dabei vor allem, dass es ohne enge Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Wertepartnern nicht möglich sein wird die nötigen Schritte zu gehen. Das machten auch die Side-Events deutlich, an denen das CII beteiligt war, mit Blick auf Frankreich, Kanada, Japan und die EU.
Das CII arbeitet bereits in diese Richtung: Mit seinem neuen Büro in Osaka baut es den Austausch mit Japan als Wertepartner aus. Ach mit der Initiative EuVAD, der Europäischen Wertschöpfungsallianz - Digitalsouveränität und Resilienz, setzt sich das CII dafür ein, europäische Lösungen sichtbarer zu machen und Abhängigkeiten zu verringern.
Hier geht es zum phoenix-Beitrag mit Prof. Kipker im Kontext des Digital-Gipfels.





