Bots & Brews: Dennis Kipker über Digitale Resilienz am Cybersicherheits-Stammtisch

Am 16. Juli 2026 lud Myra Security zum Medien-Stammtisch Cybersicherheit "Bots & Brews" nach München ein. Im Mittelpunkt stand der Report "State of Digital Sovereignty 2026", der zeigt: Digitale Souveränität entwickelt sich vom Bekenntnis zur Bewegung. Mit diskutiert haben Andrea Lindholz (CSU), Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Alexandre Vulic, Generalkonsul Frankreichs in München, Leonhard Kugler, Geschäftsführer des Zentrums für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS), sowie CII-Research Director Prof. Dr. Dennis-Kenji Kipker.
Prof. Kipker ordnete die Debatte dabei aus historisch-regulatorischer Sicht ein: Die Diskussion um digitale Souveränität reiche zurück auf die EuGH-Urteile zu Safe Harbor und Privacy Shield, habe sich seitdem aber verschoben: weg vom Datenschutz, hin zur Technologieverfügbarkeit. Die EU habe zwar die höchsten Datenschutzstandards weltweit, könne diese aber faktisch nicht umsetzen. Selbst der gegenwärtige datenschutzrechtliche Angemessenheitsbeschluss im transatlantischen Verhältnis sei "auf tönernen Füßen gebaut", weil die Unabhängigkeit der US-amerikanischen Datenschutzaufsicht FTC seit der Trump vs. Slaughter-Entscheidung nicht mehr gewährleistet ist. Prof. Kipkers Fazit lautet daher, dass die Herstellung von Redundanz und Technologiesouveränität aktuell die höchste Priorität hat.





