CII im NewsX World Indien Fernsehinterview: "EU Cybersecurity Regulations Explained: NIS2, Cyber Resilience Act"

Die EU stärkt ihre Digitale Souveränität durch neue Richtlinien wie NIS2 oder den Cyber Resilience Act um Unternehmen, kritische Infrastruktur und Produkte zu schützen und zu stärken. Im Gespräch erläutert Prof. Dr. Dennis Kenij-Kipker die Bedeutung dieser Gesetzesentscheidungen, Europas digitalen Kurs, und dessen Unterschied zu Fragen der digitalen Regulierung und Entwicklung auf dem asiatischen oder US-Markt.
In einer ausführlichen Analyse zeigt Kenij-Kipker hierbei, dass Europa nunmehr zu einem Compliance-Taktgeber avanciert ist und europäische Kunden und Partner belastbare Nachweise zum Risikomanagement in der Cybersecurity erwarten - dazu gehören klare Verantwortlichkeiten und vor allem die Fähigkeit, Sicherheitsvorfälle schnell und strukturiert zu bearbeiten.
Dies hat zugleich operative und wirschaftliche praktische Auswirkungen: Indische Anbieter müssen Security-by-Design, Patch- und Schwachstellenmanagement, belastbare Identitäts- und Zugriffsmodelle, Backup-/Restore-Fähigkeit und Incident-Response-Prozesse so aufstellen, dass sie in Audits, Sicherheitsfragebögen und Krisenkommunikation nachweisbar funktionieren. Hinzu kommt, dass Produktsicherheit zunehmend in den Entwicklungsprozess hineinreguliert. Das verändert einerseits Time-to-Market und Kostenkalkulation, aber ermöglicht eine Messbarkeit von IT-Qualität und reduziert das Risiko einzelner Cybervorfälle, welche zu Vertragsstrafen, Reputationsschäden oder dem Verlust strategischer internationaler Partnerschaften führen können.
Der indische Markt bereitet sich demnach bereits jetzt auf Vorgaben u.a. aus EU NIS2 oder dem Cyber Resilience Act, um Haftungsrisiken zu reduzieren und den Zugang zu den europäischen Lieferketten auch weiterhin aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig entsteht dadurch für indische Tech-Unternehmen aber auch die Chance, sich als verlässliche Anbieter zu positionieren: Denn wer digitale Resilienz künftig als Produktmerkmal verkauft, kann europäische Anforderungen als eigenen Wettbewerbsvorteil nutzen – und so Wachstum, Innovation und transnationale Kooperationen langfristig stärken.
Das Interview ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.youtube.com/watch?v=RFHQfD7pzRE





