Michael Littger zum Global Health Talk 2026: Nachholbedarf im Gesundheitswesen

Berlin 08. Juli 2026 - Auf Einladung des Global Health Hub Germany trafen im Kongresszentrum des Bundesministerium für Gesundheit in dieser Woche führende Köpfe der Gesundheit auf Politik, Wissenschaft & NGOs. Nach einführenden Impulsen u.a. durch den Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Georg Kippels (BMG) wurde in internationalen Workshops gemeinsame Strategien zu konkreten Szenarien wie Pandemien, Hitzewellen, Desinformation und Cyberangriffe beraten, mit drei zentralen Einsichten:
- Aktuelle Strukturen sind überwiegend auf friedliche Zeiten ausgerichtet, mit kritischer Vulnerabilität bei hybriden Angriffen, Krisen und Sabotage,
- Eine weitere Schwäche sind fehlende Stress- und Resilienztest für globale Krisenfälle sowie oftmals unzureichende Reaktionszeiten,
- Gleichwohl verfügen DE und EU vielfach über leistungsfähige Einrichtungen, Labore sowie Regularien, an die sich anknüpfen lässt.
Mit dieser Bestandsaufnahme wurden Anforderungen einer künftigen Rolle Deutschlands im Global Health formuliert, die CII Strategiedirektor Dr. Michael Littger in seinem Impuls wie folgt zusammenfasste:
- Weiterentwicklung der Rolle von Deutschland als "fairer Broker", der Interessen & Erfahrungen in Strukturen wie World Health Organizationzusammenbringt,
- Stärkung eines neuen Mindsets, das auf Wirksamkeit (Leverage), Erfahrungsaustausch sowie PPP mit der Wirtschaft ausgerichtet ist,
- Priorisierung beim Aufbau resilienter IT-Strukturen, Souveränität und Schutz gegen KI-Manipulation - z.B. über ein Cyber Health Center,
- Forcierung intersektoraler Playbooks und Trainings für Krisenfälle, die in internationaler Zusammenarbeit eingebettet sind.
Wir danken der Organisation des GHHG-Teams von Corinna Heineke und der Moderation von Leonie Kienzle, sowie unseren Mitpanelist:innen u.a. María Belén Morán Gortaire, Ulrichs Timo, Tobias Silberzahn, Dr. Clarissa Soehnchen, Nils Gade





