CII beim Fachseminar Digitalisierung und Sicherheitspolitik der BAKS

Prof. Dr. Kipker behandelte hierbei in seinem Inputvortrag und Workshop die Politisierung von Cybersicherheit in Reaktion auf multiple globale Krisen, welche die enge Verknüpfung von digitalen Infrastrukturen mit unserem Alltag, unserer Sicherheit und unserer Versorgung vorführen. Eine solche an Komplexität zunehmende Bedrohungslage ermöglicht eine Verzahnung von professionellen Angreifern, staatlichen Interessen, organisierter Kriminalität und künstlicher Intelligenz – eine Professionalisierung von Cybercrime, die sich nun industrialisiert.
Gleichzeitig wachsen Abhängigkeiten von Cloudanbietern, Halbleitern, Unterseekabeln, digitalen Plattformen und globalen Lieferketten und führen zu ganzheitlichen, staatenübergreifenden politischen und wirtschaftlichen Folgen. Damit wird klar: Die aktuell vielzitierte digitale Souveränität ist vor diesem Hintergrund kein abstraktes Leitbild oder gar nur eine politische Definitionsfrage. Digitale Souveränität ist eine konkrete Voraussetzung dafür, ebenjene Risiken beherrschbar zu machen und dadurch die eigene Entscheidungsfähigkeit in unsicheren Zeiten zu bewahren.
Die Hauptaussagen des Vortrags und Workshops münden in eine klare Erkenntnis: Europa steht jetzt vor der Aufgabe, Regulierung, Innovation und Sicherheitskultur deutlich stärker zusammenzudenken. Es reicht nicht, auf einzelne Vorfälle zu reagieren oder Cybersicherheit erst nachträglich in bestehende Systeme einzubauen. Entscheidend ist ein ganzheitliches Verständnis von Resilienz, das Prävention, digitale Produktverantwortung, Schutz der Lieferketten, Datenschutz, Kooperation und technologische Folgenabschätzung für disruptive Innovationen miteinander verbindet. So Prof. Kipker: “Wenn Sicherheit von Beginn an mitgedacht wird, kann sie nicht nur Schäden verhindern, sondern auch Vertrauen schaffen und neue Spielräume für Innovation eröffnen – denn aktiv gelebte Resilienz ist nichts anderes als genau das."





